1932-1935 NSU 601 SS Bullus

1932-1935 NSU 601 SS Bullus

 20 Jahre Erfolg im Rennsport 

1929 konstruierte Walter Moore die erste ohc-Super Sport für NSU. Dieser folgten bald weitere Hubraumvarianten. Ab Mitte der 1930er Jahre gab es auch ähnlich aufgebaute Produktionsrennmaschinen für Privatfahrer. Mit diesen Modellen kehrte NSU aktiv in den Rennsport zurück, und Werks- wie Privatfahrer konnten etliche Meisterschaften einfahren. 

Mit ihrem Hubraum eignete sich die 601 SS perfekt für Bergrennen, bei denen Durchzugskraft und Beschleunigung im Vordergrund stehen. Das machte sie vor allem bei nationalen Meisterschaften erfolgreich. Toni Fleischmann siegte 1933 in der Deutschen Bergmeisterschaft auf einer NSU 600 Bullus. 

Der langhubige Motor bewies sein Potential auch unter Hans Schumann und Hermann Böhm in den Seitenwagenklassen bis 600 ccm und 1000 ccm äußerst erfolgreich. 1933 bis 1935 hielt das Duo die Deutsche Meisterschaft. Und im Nachbarland holte das Ehe- und Gespannpaar Hans und Cilly Stärkle damit 1932, 1934, 1935 und 1936 die Schweizer Meisterschaft. Selbst in der Nachkriegszeit blieb der SS-Motor bei Seitenwagenrennen einige Jahre eine Alternative zu BMW-Motoren. 

Der technische Mitarbeiter Sven Heimberger erläutert Details der Ausstellung und öffnet den Blick für technische Raffinessen und Besonderheiten.