1934 Norton Werksrennmaschine

1934 Norton Werksrennmaschine

Ein wegweisender Schritt zur Manx-Legende 

Mit einer solchen 500er „works“ siegte Norton-Starfahrer James „Jimmie“ Guthrie im Mai 1934 bei der Northwest 200. Bereits im Juni siegte er auf der Senior TT, wo sein ebenso begabter Kollege Jimmie Simpson Zweiter wurde. Einen weiteren Sieg errang er im September in Bilbao. 

Die 1934er-Werksmaschinen wurden Anfang Mai fertiggestellt. Sie blieben im Gegensatz zu den motorisch verwandten, aber im Detail geänderten „Inter“-Modellen den von Norton engagierten Fahrern vorbehalten. 

Etwas an Gewicht ersparten z.B. Magnesium-Teile. Von den 1934 eingesetzten Öl- und Benzintanks aus Aluminium kehrte man im kommenden Jahr wieder zu Stahlblech zurück. 1935 sollten auch die Motor- und Getriebegehäuse in Magnesiumguss hergestellt werden. Noch weniger Kilo brachten leichtere Rahmenrohre und Gussmuffen sowie spezielle Gabeln. Tief verrippte Aluzylinder mit Graugusslaufbuchse sorgten für bessere Wärmeabfuhr, die Köpfe waren ebenso erstmals aus Aluminium mit einer Bronzekalotte für den Brennraum. 

In der Rennabteilung wurden für den werksseitigen Einsatz je drei 350 ccm- und 500 ccm-Maschinen vorbereitet. Diese Maschine ist eines der original erhaltenen Exemplare. 

Der technische Mitarbeiter Sven Heimberger erläutert Details der Ausstellung und öffnet den Blick für technische Raffinessen und Besonderheiten.