1935 Terrot RCP 500 ccm

1935 Terrot RCP 500 ccm

Die ultimative Entwicklung der 500er Renn-Terrot 

Das R im Modellnamen steht für 500 ccm, CP für Compétition Client, also für eine käufliche Wettbewerbsmaschine. Terrot bewies im nationalen Rennsport Stärke und stellte 1931 und 1933 jeweils drei französische Meister. 

In ihrer mehrjährigen Entwicklung musste die RCP auch als „usine“ (Werksmaschine) grundlegende Änderungen über sich ergehen lassen. Die 31er-Version hatte noch einen Doppelport- Auspuff, nur drei Gänge und war am erfolgreichsten, die letzte Entwicklungsstufe ab 1934 am ausgereiftesten. „Quatre paliers usine“ betonte die Werbung – also eine vierfach gelagerte Kurbelwelle im Magnesiumgehäuse. Die Französische Meisterschaft 1935 errang dennoch eine Koehler-Escoffier mit obenliegender Nockenwelle, die einfach eine überlegene Drehzahlfestigkeit hatte, obwohl die RCP 500 ccm fahrwerkstechnisch auf dem neuesten Stand war. Die RCP kam auch unter dem Namen Magnat-Debon auf die Pisten, denn Terrot hatte diesen Traditionshersteller 1923 übernommen und wuchs damit zeitweise zu Frankreichs größter Motorradfabrik. Neben der RCP gab es auch kleinere Varianten. 

Der technische Mitarbeiter Sven Heimberger erläutert Details der Ausstellung und öffnet den Blick für technische Raffinessen und Besonderheiten.