1938 Vincent HRD 500 TT Replica

1938 Vincent HRD 500 TT Replica

Tuned for speed 

Die Vincent HRDs, noch JAP-motorisiert, gaben ihr Debut bei der Senior-TT 1934, waren aber chancenlos. Philip Vincent und sein begabter australischer Konstrukteur Phil Irving, der auch bei Velocette großartige Spuren hinterließ, beschlossen daraufhin, einen eigenen Motor zu bauen. 

Chefingenieur Phil Irving sah u.a. den sogenannten High- Camshaft-OHV-Ventiltrieb mit gegabelten, unter den Ventilfedern eingreifenden Kipphebeln vor. Im Renntrim setzte Vincent diese speziell überarbeiteten 500er bei der 1935 TT ein. Trotz ihrer Außenseiterposition gegen die Nortons und Velocettes erreichten sie zwei Plätze unter den ersten zehn. 

Die drei gebauten Werksrennmaschinen hatten Zylinder und Zylinderköpfe aus Aluminium sowie Magnesiumgehäuse. Die käuflichen Replicas hingegen hatten Zylinderköpfe aus Bronze. Typisch für Vincent war das Hinterrad in einem Dreiecksrahmen gelagert, der zentral gegen den Hauptrahmen abgefedert war – ähnlich wie bei NSU Jahre zuvor ein Vorläufer des „Cantilever“. 

Der technische Mitarbeiter Sven Heimberger erläutert Details der Ausstellung und öffnet den Blick für technische Raffinessen und Besonderheiten.