1948-1949 Velocette 350 KTT DOHC

1948-1949 Velocette 350 KTT DOHC

Die Marke für Ästheten 

Freddie Frith gewann 1949 die fünf Grand Prix Isle of Man, Schweiz, Holland, Belgien und Ulster hintereinander. Damit wurde er auf dieser Velocette zum allerersten Weltmeister der 350 ccm- Klasse gekrönt. Beim ersten WM-Lauf 1949 auf der TT standen die Werksfahrer von AJS, Norton und Velocette am Start. Moto Guzzi hatte zu spät gemeldet, Deutschland war als ehemaliger Kriegsgegner nicht zugelassen. Die zwei Velocettes waren im Grunde genommen Vorkriegsmaschinen, allerdings mit obenliegenden Nockenwellen ausgerüstet. Bertie Goodman, Sohn des Firmeninhabers, hatte diese sogenannten „double knocker“ entworfen. 

Velocette war schon immer eine innovative Firma ersten Ranges. Sie führte beispielsweise die Hinterradschwinge wie auch die Fußschaltung im Rennsport ein. 1935 gewann Wal Handley und 1938 Ted Mellors auf Velocette die Europameisterschaft der 350 ccm-Klasse, es folgten die EM-Titel 1947 von Fergus Anderson und 1948 von Freddie Frith. 

Friths härtester Konkurrent 1949, „Bob“ Foster, sollte ein Jahr später nochmals den 350 ccm Weltmeistertitel für Velocette holen. 

Der technische Mitarbeiter Sven Heimberger erläutert Details der Ausstellung und öffnet den Blick für technische Raffinessen und Besonderheiten.