1950 Benelli 250 GP DOHC

1950 Benelli 250 GP DOHC

Die 250 ccm-Weltmeistermaschine von 1950 

Als Dario Ambrosini 1950 mit dieser Benelli die Weltmeisterschaft errang, hatte Erzrivale Moto Guzzi das Nachsehen. Der erste Sieg zur Weltmeisterschaft erfolgte mit einem sensationellen Schnitt von 125,66 km/h über die 425 km der TT lightweight class. 

Die Firma der Brüder Benelli war klein, aber fein. Dem Konzept mit der aufwändigen Zahnradkaskade zu den Nockenwellen blieb sie lange treu. Ihre Einzylinder mit robustem Kurbelhaus und außenliegender Schwungscheibe vertrugen hohe Drehzahlen. Der Engländer Ted Mellors konnte damit schon 1939 die TT gewinnen, vor der dominierenden aufgeladenen DKW. 

Die 1950er Version dieses dohc-Motors war im Grunde genommen eine überarbeitete Vorkriegskonstruktion, u.a. angepasst an das nun vorgeschriebene Benzin. Denn auch Benelli hatte an die Fortführung aufgeladener Maschinen geglaubt und sich Jahre zuvor an einer sensationellen Vierzylinder-Kompressor mit 250 ccm versucht. 

Dario Ambrosini, der einzige Werksfahrer, verunglückte schon im folgenden Jahr beim GP in Albi/Frankreich tödlich. 

Der technische Mitarbeiter Sven Heimberger erläutert Details der Ausstellung und öffnet den Blick für technische Raffinessen und Besonderheiten.