1952 NSU R11 Rennfox

1952 NSU R11 Rennfox

Deutsche Meisterschaftsmaschine 

Mit dieser Rennfox gewann Otto Daiker 1952 die Deutsche Meisterschaft. 

Chefkonstrukteur Albert Roder entwarf nach italienischem Vorbild Ende 1949 einen Vierzylindermotor. Schon während der Entwicklung dieses schlussendlich erfolglosen Projekts konzentrierte NSU sich auf eine einzelne Zylindereinheit, montiert auf ein Magnesium-Kurbelgehäuse in einem Serienrahmen der NSU Fox. 

Wegen ihres schräg aufgesetzten Zylinderkopfs wurde die frühe Rennfox in der Fachpresse „Entlein mit dem schiefen Kopf“ genannt. Sie gab 1951 der Fachwelt Rätsel auf. Die Lösung: nur so passte der ausladende Zylinderkopf unter den Rahmen. 

1953 entwickelte NSU unter dem Ingenieur Ewald Praxl die Rennfox weiter, erleichterte den neuen Chrom-Molybdän-Rahmen und steigerte die Leistung 1954 auf zuletzt 18 PS. Mit sechs Gängen und Verkleidungen wurde sie „Delphin“ genannt, die vollverkleidete Version wurde „Blauwal“ getauft. Die Rennfox erreichte damit ihre höchste Reife und konnte sich mit 180 km/h an der Weltspitze gegen Hauptkonkurrent MV Agusta behaupten. 

Der technische Mitarbeiter Sven Heimberger erläutert Details der Ausstellung und öffnet den Blick für technische Raffinessen und Besonderheiten.