1954 BMW RS 54

1954 BMW RS 54

Die Boxer-Rennsportrarität 

Die BMW RS 54 ist extrem selten und begehrt. Lediglich 24-25 käufliche RS sollen entstanden sein. 

Die RS 54 hob Walter Zeller 1956 auf den zweiten Platz der Weltmeisterschaft, zum bis heute größten Erfolg eines deutschen Fahrers der Halbliterklasse. Wie „Schorsch“ Meier beherrschte Zeller den dohc-Boxer bestens. 

Der Kompressor-Bann eliminierte ab 1951 die nahezu unbezwingbare 1939er Werks-BMW. So blieb nur der Weg zur Neukonstruktion und damit zur Renn-Sport 1954, die auf der IFMA vorgestellt wurde. Die käufliche Version für Privatfahrer war langhubig ausgelegt, die über 10 PS stärkeren Werksmotoren kurzhubig mit Bohrung/Hub 70 mm/64 mm. 

Den dominanten Nortons zum Beispiel glich die Produktions-RS leistungsmäßig und wog zudem weniger. Aber trotz modernem Doppelschleifenrahmen und Langarmschwingen (Earles-Gabel) zeigte sich das Fahrwerk der BMW RS 54 mit seinem kurzen Radstand als unterlegen. Auch den italienischen Mehrzylindern konnte die BMW RS 54 kaum das Wasser reichen. 

In der Gespannklasse allerdings senkte der zuverlässige und flach bauende Boxer, auch „flat twin“genannt, den Schwerpunkt der Dreiräder und blieb in der WM bis 1974 nahezu unschlagbar. Im Gespannrennsport wurde der RS-Motor zum Maß der Dinge – mit 19 Weltmeisterschaftstiteln und ebenso vielen Titeln in der Deutschen Meisterschaft. 

Der technische Mitarbeiter Sven Heimberger erläutert Details der Ausstellung und öffnet den Blick für technische Raffinessen und Besonderheiten.