1957 Gilera 500 GP

1957 Gilera 500 GP

Historischer Durchbruch 

Gilera knackt den TT-Rundenrekord mit über 100 mph – Diese Gilera mit dem wegweisenden Vierzylindermotor ist eine von wahrscheinlich nur sieben noch existierenden Maschinen. 

Libero Liberati sollte 1957 als letzter Weltmeister auf Gilera 500 in die Renngeschichte eingehen. Mit sechs Weltmeisterschaften bleibt Gilera neben MV Agusta in der Königsklasse bis 1960 die erfolgreichste Marke. Umberto Massetti brach als erster in das britische Monopol ein und errang 1950 und 1952 den Weltmeistertitel. Geoff Duke setzte seine Siegesserien nach der Norton-Zeit fort, indem er für Gilera von 1953 bis 1955 weitere drei WM-Titel einfuhr. 

Der Gilera-Vierzylinder des Konstrukteurs Piero Remor gilt heute als Legende im Rennsportbereich. Mit Aufladung erreichte man damit schon 1937 über 274 km/h. Ab 1949 folgten zahlreiche WM-Erfolge mit dem neu entwickelten Vierzylindersaugmotor. Gekrönt wurde diese Erfolgsserie von dem hier ausgestellten Modell von 1957. Bob McIntyre durchbrach mit diesem Modell als Erster die 100 mph-Grenze auf einer Isle of Man TT-Runde 

Der technische Mitarbeiter Sven Heimberger erläutert in Kürze Details der Maschine und öffnet den Blick für technische Raffinessen und Besonderheiten.