1956 Moto Guzzi 350 Bialbero

1956 Moto Guzzi 350 Bialbero

Die Krönung der erfolgreichen Moto Guzzi-Einzylinderrennmaschinen 

Carlo Guzzis Konstruktionsdebut des liegenden Einzylinders vor genau 100 Jahren fand in den GP-Rennern der 1950er Jahre die Vollendung. 

Mit der 350 ccm-ohc und Doppelnocke (bialbero) konnten die Werkspiloten etliche Rekorde sowie fünf Weltmeisterschaften holen: Fergus Anderson 1953 und 1954, Bill Lomas 1955 und 1956 und Keith Campbell 1957. 

Guzzis stete Perfektionierung der 250-350 ccm wies den Weg zum Erfolg: vom Ein- zum Doppelnocker, immer ein Augenmerk auf ein gutes Fahrwerk und aerodynamisch gekonnt verfeinert. Die 350er ging aus der 250 ccm ohc-„Gambalunghino“ 1953 hervor. 1954 umhüllte Moto Guzzi ihren neuen leichten Gitterrohrrahmen mit einer Vollverkleidung. In diese waren auch die Tanks integriert. Ein fassförmiger Zusatztank erhöhte die Reichweite. Im hauseigenen Windkanal konnte die „Karosserie“ perfektioniert werden. 

Ihre höchste Reife zeigte die 350 bialbero in diesem Modell – leicht, mit langem schlankerem Rahmen und ohne Zusatztank. Die Telegabel und die Bremse stammen von der V-Achtzylinder. Die 350 bialbero blieb Moto Guzzis letztes Rennmodell vor dem Werksrückzug. 

Weitere prominente Guzzi-Fahrer der 1950er waren Dickie Dale, Enrico Lorenzetti und Ken Kavanagh. 

Der technische Mitarbeiter Sven Heimberger erläutert Details der Ausstellung und öffnet den Blick für technische Raffinessen und Besonderheiten.