1972/73 BMW FORMEL 750 HD 2 „IMOLA“

1972/73 BMW FORMEL 750 HD 2 „IMOLA“

Auf einer von ihm aufgebauten BMW F750 startete Helmut Dähne 1972 seine Karriere. Er sollte später TT-Sieger und Rundenrekordhalter auf dem Nürburgring werden.

Ohne offizielle Werksunterstützung, aber hinter den Türen der BMW-Versuchsabteilung, entstanden für die neue Formel 750 Fahrgestelle nach dem Muster des „Norton-Federbett-Rahmens“. Für Dähnes ersten Renn-Boxer HD 1 lieferten Rohrsegmente und die Motoren der Serien-R 75/5 die Basis. Bis ins Detail gewichtserleichtert, blieben aber die inneren Komponenten wie Ventile, Kolben und Kurbelwelle zugunsten der Standfestigkeit kaum verändert. Bei hier gezeigten HD 2 wurde der Rahmen aus Flugzeugstahlrohr gefertigt, weitere konstruktive Maßnahmen zur Zuverlässigkeit und Drehzahlfestigkeit angewendet.

Helmut Dähne, Mechaniker und Rennfahrer, perfektionierte alle Anbauten in gekonnter Handarbeit in seiner Werkstatt. Hierzu zählten auch die GFK-Teile wie Tank, Sitzbank und Schutzbleche.

Die „200 Meilen von Imola“ Ende April 1972 wurden Dähnes erster internationaler Auftritt. Auf der ersten 1971/72 erbauten F 750-Maschine erreichte er Platz 13, Paul Smart und Bruno Spaggiari auf Ducati feierten bei diesem Rennen einen Doppelsieg. Im Juni 1972 startete Dähne auf der Tourist Trophy F750, um nach fünf Runden auf Platz 11 ins Ziel zu kommen.

Mit dieser hier präsentierten zweiten F750-BMW landete er im darauf folgenden Jahr in Imola bei den 200 Meilen auf Platz 14, bei den 1000 Meilen Endurance auf Platz 4.

Helmut Dähne ist bis heute eine Legende des Rennsports. Er fuhr 26 Mal die TT und siegte dort 1976 mit Hans-Otto Butenuth in der Production Class. In der 1000 ccm-Klasse der deutschen Serienmeisterschaft (ehem. Zuvi) wurde er 15 Mal Meister. Bei den 1000 km in Hockenheim gewann er 18 Mal bei 30 Starts.
Zudem hält Dähne seit 1993 auf der Nürburgring-Nordschleife den „ewigen Rundenrekord“ mit 7.49,72 Minuten. Das ist ein sensationeller Schnitt von 166 km/h!

Der technische Mitarbeiter Sven Heimberger erläutert Details der Ausstellung und öffnet den Blick für technische Raffinessen und Besonderheiten.